Judith Christine Rösgen & Wolfram Kuhlmann (TH Köln) sowie Jörg Lange (TU Darmstadt) brachten bei der Konferenz Inverted Classroom and Beyond 21 einen spannenden Beitrag zu einem innovativen Konzept ein, bei dem learner generated content und studentische Partizipation einen zentralen Stellenwert haben. Hier die Aufzeichnung des Inputs sowie die beim Future of ICM – PechaCucha eingesetzten Folien. Weitergehende Zusammenfassung der Session siehe hier.

Ergänzend dieses vor der Konferenz entstandene Videogespräch

Im Rahmen eines Forschungsprojektes und Promotionsvorhabens zu fußgängerinduzierten  Schwingungen am Institut für Konstruktiven Ingenieurbau der Technischen Hochschule Köln wurde  ein E-Learning-Konzept entwickelt, welches es ermöglicht, Studierende zu unterschiedlichen  Zeitpunkten ihres Studiums an einem Forschungsprojekt teilhaben zu lassen.  Im ingenieurwissenschaftlichen Teil des Forschungsprojektes sollten Studierende sich mit  baudynamischen Grundlagen, Schwingungsmesstechnik sowie Lastansätzen zu  Bodenreaktionskräften beim Gehen und Laufen beschäftigen. Im Didaktik-Teil des  Forschungsprojektes wurde die Entwicklung des E-Learning-Konzeptes beschrieben, das E-Learning Konzept entwickelt und die Funktionalität unter verschiedenen Gesichtspunkten evaluiert. Das  Konzept wurde auf der Plattform ILIAS implementiert und als Kernelement wurde ein Wiki  verwendet.  

Die teilnehmenden Studierenden sollten sich durch das Wiki selbstständig in die Fragestellung und  die Verwendung von Messtechnik einarbeiten sowie nach Abschluss ihrer jeweiligen Arbeit eine Wiki Seite zu ihren Ergebnissen veröffentlichen. In den Präsenzterminen konnten die Studierenden Fragen  stellen und wurden bei der Durchführung von Experimenten unterstützt, es wurde jedoch kein klassischer Präsenzunterricht zur Vermittlung von Inhalten verwendet.  

In der Evaluation des Konzeptes wurden Bedingungen (Motivation und Leistungsmotivation),  Verlaufsprozesse, sowie Akzeptanz und Wirkung untersucht. Die Teilnehmer mussten Fragebögen  ausfüllen und nach Teilnahme an einer Projektarbeit wurde jeweils ein Einzelinterview mit den  Studierenden durchgeführt. Da die Studierenden über das E-Learning-Konzept nicht nur Inhalte  erlernen, sondern auch selbst Inhalte präsentieren, die von nachfolgenden Studierenden für die  Bearbeitung späterer Aufgabenstellungen benötigt werden, standen neben den technischen  Voraussetzungen, die von den Studierenden zu erwarten sind, auch die Fragen, welche Programme  und (für sie) neue digitale Arbeitstechniken den Studierenden vermittelt werden sollen, und wie die  Umsetzung geklappt hat.  

Durch die Evaluation der Bedingungen und Verlaufsprozesse konnte ein guter Einblick gewonnen  werden, welche Voraussetzungen bei den Lernenden angenommen werden können und wo das E-Learning-Konzept angepasst werden musste, um für die Studierenden bestmöglich zu funktionieren.