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#icmbeyond20 Augmented Reality meets MINT Flipped Classroom

13. Januar 2020 icmbeyond20

Stefanie Schallert, aktuell Mitarbeiterin bei der Virtuellen Pädagogischen Hochschule  bringt sich mit einem Beitrag zu Augmented Reality bei der Konferenz INverted Classroom and Beyond, 11. & 12. 2. an der PH Niederösterreich ein.

Dazu zunächst dieses Videointerview:

Die Entwicklung von Augmented Reality Anwendungen (z.B. GeoGebra AR) bietet neue Möglichkeiten, Lernprozesse in den naturwissenschaftlichen Fächern zu unterstützen. Samuelsson (2006) betont jedoch, dass nicht der Einsatz von Technologien im Mittelpunkt stehen sollte, sondern vor allem die Art und Weise, wie neue Technologien im Unterricht eingesetzt werden, die die Ausrichtung und damit den Erfolg des Unterrichts bestimmen – nämlich die Nutzung von Technologien zur Entdeckung und Erforschung des Lerngegenstands. Johnson et al. (2011) weisen darauf hin, dass Augmented Reality insbesondere zur Unterstützung von explorativem Lernen eingesetzt werden kann. Durch die Implementierung von Augmented Reality-Aktivitäten in Flipped Classroom-Szenarien kann wertvolle Präsenszeit für die Erforschung gewonnen werden. Somit haben Lernende genügend Zeit, um neue Phänomene im eigenen Tempo zu erkunden. Wie Augmented Reality-Lernaktivitäten effektiv in Flipped Classroom-Szenarien integriert werden können, ist noch unbekannt (Ibáñez & Delgado-Kloos, 2018). Daher werden in diesem Beitrag zwei auf literaturbasierende Vorlagen für Lernprozessgestaltungen, die Exploratives und Problembasiertes Lernen ermöglichen sollen, vorgestellt.

Bei diesem Workshop steht das didaktische Design von Augmented Reality basierter Flipped Classroom-Einheiten im Vordergrund. Es werden dabei vorab zwei Vorlagen für Lernprozessgestaltungen, die exploratives und problembasiertes Lernen ermöglichen sollen, vorgestellt. Die Teilnehmenden können sich im Workshop von den vorgestellten Praxisbeispielen inspirieren lassen und selbst Lernszenarien für ihren eigenen Unterricht planen.

Literaturhinweise:

Ibáñez, M.-B., & Delgado-Kloos, C. (2018). Augmented reality for STEM learning: A systematic review. Computers & Education, 123, 109–123. https://doi.org/10.1016/j.compedu.2018.05.002

Johnson, L., Smith, R., Willis, H., & Levine, A. H. (2011). The 2011 Horizon Report. Austin, Texas:

The New Media Consortium.

Samuelsson, J. (2006). ICT as a Change Agent of Mathematics Teaching in Swedish Secondary School. Education and Information Technologies, 11(1), 71–81. https://doi.org/10.1007/s10639-005-5713-5

Vermittlung digitaler Kompetenzen an Lehramtsstudierende

5. Dezember 2019 icmbeyond20

Julia Weißenböck bringt sich mit dem Konzept #digiteach bei der Konferenz Inverted Classroom and Beyond, 11. und 12. 2. 2020 an der PH Niederösterreich (Campus Baden) ein.

Dazu zunächst ein Videointerview

 

Von LehrerInnen wird heutzutage viel verlangt. Während Methodenkompetenz, Fach- und
Sprachkompetenz nach wie vor die Kernkompetenz der EFL-Lehrkräfte bilden, hat nun ein weitere, in der Vergangenheit meist vernachlässigte Kompetenz, die didaktische Bühne betreten: die digitale Kompetenz. (Brandhofer, Kohl, Miglbauer, & Narosy, 2016)

Im Herbst 2018 wurde an allen Schulen in Österreich ein Pflichtlehrplan für die „Digitale Grundbildung“; eingeführt und Lehrkräfte, unabhängig von ihrem Fach, sind gesetzlich verpflichtet, digitale Werkzeuge in ihren Unterricht zu integrieren und ihren SchülerInnen vor allem beizubringen, wie sie in unserer digitalen Welt erfolgreich leben können. (BMBWF (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung), 2018)

Wie sollen Lehramtsstudierende jemals dazu in der Lage sein?
Man könnte glauben, dass sie kein zusätzliches Training benötigen, da sie sowieso zur Smartphone- Generation gehören, aber dem ist nicht so. Es reicht nicht aus, ein Smartphone zu verwenden, sondern LehrerInnen müssen in der Lage sein, ihr methodisches Know-how mit digitalen Fähigkeiten zu kombinieren. So entstand der digi.kompP, ein Framework, das die digitale Kompetenz für Lehrkräfte beschreibt. (Brandhofer; et al., 2016).

LehrerInnen müssen heutzutage die rechtlichen Rahmenbedingungen, Urheberrechtsgesetze, Apps und Tools kennen, die sie mit ihren SchülerInnen sicher verwenden können, und darüber hinaus sollte dies alles dem Fachunterricht zuträglich sein. Daher ist es höchste Zeit, digitale Kompetenz in die Fachdidaktikkurse der Lehramtsausbildung zu integrieren.

Im Sommersemester 2018 fand erstmalig ein solcher Kurs am Fachbereich Anglistik/Amerikanistik der Universität Salzburg statt. In diesem Kurs lernten die Studierenden verschiedene Frameworks, die sogenannten 21st Century Skills und Apps und Tools kennen, die sich in den Unterricht integrieren lassen.
Sie beschäftigten sich mit Konzepten wie dem „Flipped Classroom“ oder Augmented Reality, und sie
wurden auch, im Sinne des life-long autonomous learning, aktiv dazu aufgefordert sich online (auf Twitter) zu vernetzen und sich auf der Plattform der Virtuellen PH fortzubilden.
Um die Vernetzung der Studierenden mit ExpertInnen der Community zu fördern, wurden Fachleute aus anderen Bildungseinrichtungen eingeladen, Gastvorträge in diesem Kurs zu halten und somit den
Grundstein für einen Austausch und eine langfristige Zusammenarbeit – auch Institutionsübergreifend – zu legen.
Ziel des Kurses war es, ganz im Sinne des learning by design oder design-based learning Ansatzes,
produktorientiert zu arbeiten und unter Verwendung des im Kurs gelieferten oder erarbeiteten Inputs ein digitales Materialpaket zu einem Thema zu erstellen. Die so entstandenen sog. #digi.packs basieren auf den im Kurs vorgestellten relevanten rechtlichen Grundlagen (Lehrpläne, Kompetenzmodelle) und vereinen bereits bestehendes fachdidaktisches Know-How der Studierenden mit den im Kurs neu erworbenen digitalen Kompetenzen. Auf diese Weise ist es gelungen die Studierenden in diesem Kurs mit den notwendigen Fähigkeiten auszustatten um den Anforderungen eines modernen Unterrichts gelassen zu begegnen.

siehe auch den Beitrag von Julia mit einer schönen Definition von flipped / inverted classroom hier

Literatur
BMBWF (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung). Verordnung der Bundesministerin
für Bildung, mit der die Verordnung über die Lehrpläne der Neuen Mittelschulen sowie die
Verordnung über die Lehrpläne der allgemeinbildenden höheren Schulen geändert werden. , Pub.
L. No. BGBl. II Nr. 71/2018 (2018).
Brandhofer, G., & et al. (2016, July). Digi.kompP – Kompetenzmodell. Retrieved from http://www.virtuelle-
ph.at/wp-content/uploads/2016/09/digi.kompP-Grafik-und-Deskriptoren-1.pdf
Brandhofer, G., Kohl, A., Miglbauer, M., & Narosy. (2016). Die Medienkompetenz der Lehrenden im
Zeitalter der Digitalität – Das Modell digi.kompP. Open Online Journal for Research and Education,
(6). Retrieved from https://journal.ph-noe.ac.at/index.php/resource/article/view/305
Buchner, J., & Schmidt, S. (Eds.). (2019). Flipped Classroom Austria – Und der Unterricht steht Kopf. Brunn
am Gebirge: ikon.
Fadel, C., Bialik, M., & Trilling, B. (2017). Die vier Dimensionen der Bildung: Was Schülerinnen und Schüler
im 21. Jahrhundert lernen müssen. (J. Muuß-Merholz, Trans.). ZLL21.
McQuiggan, S., Kosturko, L., McQuiggan, J., & Sabourin, J. (2015). Mobile Learning: A HAndbook for
Developers, Educators, and Learners. Hoboken: John Wiley & Sons.