Aus der heutigen Perspektive war der Sturm rund um den Termin der Konferenz Inverted Classroom and Beyond 2020 in Baden eine “Kleinigkeit”… Gleichzeitig hat er dazu geführt, dass Rebekka Schmidt und Ilka Mindt ihre Keynote nicht halten konnten. Umso erfreulicher, dass es 2021 klappte und so ein sehr inspiriernder Einstieg in die Konferenz gelang. Hier die Aufzeichnung sowie die Folien zur Keynote.

Dazu auch als Rückblick das vor der Konferenz entstandene Video:

Der inverted classroom findet in vielen unterschiedlichen Szenarien und Ausprägungen statt und wird mittlerweile in verschiedenen Fächern angewendet. Der Vortrag wird methodisch ein interaktiveres Format verfolgen, bei dem zum einen die Inhalte durch das Publikum mitbestimmt und zum anderen auch aufgrund der vorhandenen Expertise miterarbeitet werden.

Ziel ist es dabei u.a. über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu allgemeinen Prinzipien zu gelangen und Möglichkeiten aufzuzeigen, die dem inverted classroom inhärent sind. So wird nicht nur weiter gedacht (beyond), sondern auch innegehalten, eine übergeordnete Perspektive eingenommen und erarbeitet, wie der inverted classroom aus sich heraus (within) wirksam werden kann.

Die genauen Inhalte wurden während des Vortrags vom Publikum gewählt und zunächst ausgehend von zwei Fächern – der Kunstdidaktik und der englischen Sprachwissenschaft – erörtert.

Literaturverweise:

Biemann, S. & Schmidt, R. (2018). Kreativitätsförderung 4.0. Kombination der Inverted-Classroom-Methode mit dem Einsatz von Tablets in kunstdidaktischen Seminaren. In J. Buchner, C. Freisleben-Teutscher, J. Haag & E. Rauscher (Hrsg.), Inverted classroom – Vielfältiges Lernen (S. 39–46). Brunn am Gebirge: ikon.

Bond M. et al. (2020). Mapping research in student engagement and educational technology in higher education: a systematic evidence map. Int J Educ Technol High Educ 17, 2

Schmidt, R. (2020). Lehre digital umstrukturieren und neu denken – ein Praxisbeispiel. In K. Kaspar, M. Becker-Mrotzek, S. Hofhues, J. König & D. Schmeinck (Hrsg.), Bildung, Schule, Digitalisierung (S. 253–258). Münster: Waxmann.

Rebekka Schmidt ist Professorin für Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion an der Universität Paderborn. Zuvor war sie an der TU Chemnitz, der Universität Bamberg und als Lehrerin tätig. In ihrer Lehre setzt sie seit mehreren Jahren auf inverted classroom, gibt Fortbildungen hierzu und beschäftigt sich auch wissenschaftlich in Vorträgen und Publikationen mit dem Konzept. 2017 gewann sie das „Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ mit einer Lehr-Lernmethode in der inverted classroom mit dem Einsatz von Tablets kombiniert wird. Seit dieser Zeit forscht sie zu den Auswirkungen des inverted classroom und zur Verbesserung der Lehre.

Ilka Mindt arbeitet seit Beginn ihrer Forschungen mit digitalen Werkzeugen im Rahmen der englischen Korpuslinguistik sowie der Analyse der gesprochenen englischen Sprache. Neben detaillierter Kenntnis von qualitativen und quantitativen digitalen Verfahren verwendet sie seit vielen Jahren gezielt digitale Medien in der Lehre. Die intensive Nutzung von Learning Management Systemen, die Erstellung von Lehr-/Lernmaterialien für heterogene Studierendengruppen (gefördert durch ein Fellowship für digitale Lehrinnovationen des Stifterverbandes und des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2018) sowie die konsequente Implementierung von digitalen Formaten in Bild, Schrift und Ton in der Lehre sind ihr ein zentrales Anliegen. Ilka Mindt hat die Professur für englische Sprachwissenschaft an der Universität Paderborn inne. Zuvor war sie als Professorin an der Universität Potsdam tätig. Forschungs- und Lehrerfahrungen sammelte sie an den Universitäten Würzburg, Hannover, Lancaster und Innsbruck.