Sabrina Zeaiter und Patrick Heinisch (beide Universität Marburg) bringen sich mit aktuellen Informationen aus dem spannenden Projekten RoboPraX und RoboBase bei der Konferenz Inverted Classroom and Beyond, 11. und 12. 2. 2020 an der PH Niederösterreich (Campus Baden) ein.

Dazu folgendes Videointerview:

Das Marburger Robotikum-Konzept ist eine seit Mai 2018 bestehende Kooperation zwischen der Stadt Marburg, dem Schulamt, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und der Philipps-Universität Marburg. Das Projekt ist örtlich an der Marburger Adolf-Reichwein-Schule angesiedelt, wo ein Raum mit 12 Laptops, WLAN und einem Videoprojektor bereitgestellt ist.Vier humanoide Roboter des Typs Nao von der Firma Softbank Robotics bilden die Arbeitsgrundlage für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Geleitet werden die Workshops durch studentische Hilfskräfte, die eigens für den Einsatz geschult werden. Im Robotikum werden so seit Mai 2018 nahezu wöchentlich, in jeweils drei-tägigen Schulungen, zielgruppengerecht Schulklassen (Jg. 8 bis 13) aus diversen Schultypen mit ihrem Leistungsstand entsprechenden Aufgabenim Umgang mit humanoiden Robotern geschult (5 Std./Tag). Mit einem Abschlussprojekt, das parallel bearbeitet und am Ende des dritten Robotikum-Tages vorgestellt wird, endet das Robotikum.

Ab Herbst 2019 wird das bestehende Konzept im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojekts RoboPraX invertiert. Auftakt-Bestandteil ist dabei dersich derzeit in der Entwicklung befindliche MOOC RoboBase. Er dient der selbstgesteuerten Inhaltsvermittlung, und ist in drei Varianten, von einfach bis fortgeschritten, geplant. So sollen die Kursteilnehmer bereits in der Online-Vorbereitung lernerzentriert mit den Prinzipien sozialer Roboter, sowie mit der Entwicklungsumgebung vertrautgemacht werden. Im anschließenden Robotikum werden, wie oben beschrieben, kollaborativ die Grundlagen der Assistenzrobotik praxisnah an den vorhandenen Robotern erprobt und entwickelt. Zudem werden die TeilnehmerInnen so an die von der Kultusministerkonferenz (KMK) definierten Kompetenzbereiche der digitalen Welt herangeführt.

Der vorgeschlageneWorkshop (45 Minuten)setzt sich strukturell wie folgt zusammen:

  • Beschreibung des Projekts (inkl. ersterErfahrungen und Evaluationsergebnisse nach der Invertierung&zukünftige Entwicklungsziele)
  • Interaktive Sequenz mit NAO-Roboter (Teilnehmende sollten einen Laptop mitbringen und die Software Choregraphe installiert haben –zur Vorbereitung kann der MOOC RoboBase durchlaufen werden.)

Literatur: S. Zeaiter, P. Heinsch (2019) Humanoid Assistant Robots in Teaching& Learning, EDULEARN19 Proceedings, pp. 8673-8683.