Der vorläufige Programmraster: Programm icm 2020 – Überblick (pdf)


Keynote:

Flipped learning in Finland

Marika Toivola

Flipped classroom is more of less an educational idea where the teacher “flips” the usual classroom design. It is commonly associated with watching pre-recorded learning videos at home and doing ‘homework’ in class. Flipped learning is a related approach but involves the profounder development of the educational idea of ‘flipping’: in flipped learning teachers promote students’ autonomy and collaborative learning, and target guidance to meet the needs of individual learners. Flipping should not be taken as a manifesto for one true teaching methodology, but rather as a change theory of education. It denotes professional development where teachers knowingly place themselves in a position that requires them to completely rebuild the role of the teacher. Instead of direct teaching teachers strive to see learning through the eyes of students and help them become their own teachers. The goal is to support students’ self-regulation and to engage them in a long-term process of acculturation to communication practices, not just to meet the next day’s assessment requirements.

However, if the way we measure our students does not change, the learning culture will not change either. As sad it is students mainly seem to learn for assessments. For this reason, Toivola has also flipped her assessment culture. She is not using assessment tools to measure learning outcomes but rather to shape students’ learning.

To get more information please visit www.flippedassessment.com

Mrs. Marika Toivola is nominated to be math teacher of the year 2019 in Finland. She is a well-known pioneer on flipped learning and a sought-after trainer in formative assessment.

Toivola has graduated both a trained physicist and a subject teacher in mathematics and physics in 1999. She works as a lower secondary school in Teacher Trainer School at Turku University. Teacher students, who want to learn flip their mathematics teaching, do their practical training in Toivola’s class, where the students are between 12 to 16 years old. In addition to practical work Toivola is doing doctoral research about teachers’ agency and identity in flipped learning at Faculty of Educational Sciences at the University of Helsinki. The doctoral thesis contributes to existing research knowledge in two ways: it helps understand the process of conceptualization of the phenomenon of flipped learning particularly from math teacher perspective and it is contributing in particular to efforts at promoting a change in the teaching of mathematics.


Keynote :

Der inverted classroom: beyond and within

Rebekka Schmidt & Ilka Mindt

Der inverted classroom findet in vielen unterschiedlichen Szenarien und Ausprägungen statt und wird mittlerweile in verschiedenen Fächern angewendet. Der Vortrag wird methodisch ein interaktiveres Format verfolgen, bei dem zum einen die Inhalte durch das Publikum mitbestimmt und zum anderen auch aufgrund der vorhandenen Expertise miterarbeitet werden.

Ziel ist es dabei u.a. über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu allgemeinen Prinzipien zu gelangen und Möglichkeiten aufzuzeigen, die dem inverted classroom inhärent sind. So wird nicht nur weiter gedacht (beyond), sondern auch innegehalten, eine übergeordnete Perspektive eingenommen und erarbeitet, wie der inverted classroom aus sich heraus (within) wirksam werden kann.

Die genauen Inhalte werden während des Vortrags vom Publikum gewählt und zunächst ausgehend von zwei Fächern – der Kunstdidaktik und der englischen Sprachwissenschaft – erörtert. Ziel ist es jedoch, auch im Vortrag ein Stück weit das Prinzip des inverted classroom lebendig werden zu lassen, die Ausführungen durch Erfahrungen aus dem Publikum zu erweitern, zu vertiefen und gemeinsam etwas Weiterführendes zu erarbeiten.

Rebekka Schmidt ist Professorin für Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion an der Universität Paderborn. Zuvor war sie an der TU Chemnitz, der Universität Bamberg und als Lehrerin tätig. In ihrer Lehre setzt sie seit mehreren Jahren auf inverted classroom, gibt Fortbildungen hierzu und beschäftigt sich auch wissenschaftlich in Vorträgen und Publikationen mit dem Konzept. 2017 gewann sie das „Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ mit einer Lehr-Lernmethode in der inverted classroom mit dem Einsatz von Tablets kombiniert wird. Seit dieser Zeit forscht sie zu den Auswirkungen des inverted classroom und zur Verbesserung der Lehre.

Ilka Mindt arbeitet seit Beginn ihrer Forschungen mit digitalen Werkzeugen im Rahmen der englischen Korpuslinguistik sowie der Analyse der gesprochenen englischen Sprache. Neben detaillierter Kenntnis von qualitativen und quantitativen digitalen Verfahren verwendet sie seit vielen Jahren gezielt digitale Medien in der Lehre. Die intensive Nutzung von Learning Management Systemen, die Erstellung von Lehr-/Lernmaterialien für heterogene Studierendengruppen (gefördert durch ein Fellowship für digitale Lehrinnovationen des Stifterverbandes und des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2018) sowie die konsequente Implementierung von digitalen Formaten in Bild, Schrift und Ton in der Lehre sind ihr ein zentrales Anliegen. Ilka Mindt hat die Professur für englische Sprachwissenschaft an der Universität Paderborn inne. Zuvor war sie als Professorin an der Universität Potsdam tätig. Forschungs- und Lehrerfahrungen sammelte sie an den Universitäten Würzburg, Hannover, Lancaster und Innsbruck.


 

01 Flipped learning in Finland (Keynote)

Marika Toivola

 

02 Bildungspunks go Inverted Classroom

Die Bildungspunks, das ist eine Gruppe von sechs im Bildungsbereich tätigen oder am Bildungsbereich interessierten Frauen aus Deutschland und Österreich, die 2017 den Versuch unternehmen wollte, den klassischen Unterricht neu zu denken. Als Basis dienen die Microblogging-Plattform Twitter und der Hashtag #EduPnx. So heterogen der Hintergrund der Gründerinnen, so heterogen sind auch ihre Zugänge zum Thema Bildung und so interdisziplinär erscheint die Arbeit. Ziel der Bildungspunks ist es, eine Vernetzungsplattform für am Bildungsbereich Interessierte zu bieten, die möglichst viel Platz für Offenheit bietet. Der Beitrag der Bildungspunks sieht einen Experience Space vor, in dem Good-Practice-Beispiele von Lehren und Lernen im Zeitalter der Digitalisierung vorgesellt und diskutiert werden. Die genauen Themen könnten im Vorfeld über Twitter erhoben und abgestimmt werden.

 

03 Flipped Classroom mit Microsoft Office 365

In diesem Workshop lernen Sie, wie Sie mit PowerPoint Lernvideos erstellen, mit SchülerInnen über Teams kommunizieren und Wissensabfragen in Forms erstellen.

Mag. Mone Denninger, MA, PH Niederösterreich (A)

 

04 Flipped Classroom Expert

… ist ein klar strukturiertes Mischkonzept aus Flipped Classroom und Peer Learning für die Hochschullehre. Dabei entwickeln sich vor bzw. in jeder Präsenzeinheit einzelne Studierende zu Expert/innen des Vorlesungsthemas. Diese coachen zu Beginn der Einheit die restlichen Studierenden beim Verständnis des zu Lernenden. Der weitere Vorlauf und Inhalt der Vorlesung werden von den Fragen und Ausarbeitungen aller Studierenden geleitet. Im Rahmen des Kurzworkshops werden das Konzept sowie unsere Erfahrungen damit vorgestellt und anschließend diskutiert werden. Die Teilnehmenden erhalten klare Handlungsempfehlungen zur Implementierung des Konzeptes.

Mag. (FH) Stefan Schmid, BEd, Mag. (FH) Thomas Valina, MA, FH Campus Wien (A)

 

05 Wie viel Medienvielfalt braucht die Vorbereitungsphase im Flipped Learning?

In diesem Beitrag werden die Flipped Learning Module des Bundeszentrum für lernende Schulen (ZLS, https://www.lernende-schulen.at) beschrieben und erste Ergebnisse der Analyse der auf Moodle basierenden Vorbereitungsphase präsentiert. Die Flipped Learning Module behandeln drei für die evidenzbasierte Praxis und Schulentwicklung zentrale Themen:

Die Module stehen Besucherinnen und Besuchern der Homepage frei zur Verfügung, ein Log-in ist nicht zwingend erforderlich.

Mag. Josef Buchner, Universität Duisburg-Essen (D), Mag. Dr. Karin Grinner, PH Oberösterreich (A), Christoph Hofbauer, MA, PH Niederösterreich, ZLS (A)

 

06 Scaffolding und autonomes Sprachenlernen mit ICM

Scaffolding VOR dem Input und NACH dem Output mit Ressourcen der interaktiven Plattform PALM (www.palm-edu.eu) kann 6-15-jährigen Lernenden zu schnelleren und besseren Erfolgen beim Erwerb von Fremdsprachen verhelfen. Dieser Beitrag zeigt auf, wie die interaktive Plattform unter Anwendung von Strategien des Inverted Classroom Models wirksam beim Sprachenlernen eingesetzt werden kann. Dabei stehen das Sprechen und Schreiben als Endprodukt und das Hören und Lesen als IC Aktivitäten im Mittelpunkt. Wie Wortschatzarbeit durch Gamification mittels Learning Apps, Mind Mapping und Videos Kompetenzen der Interkomprehension aktiviert und bewusste und unbewusste sprachliche Elemente beim Output nutzt, wird durch konkrete Beispiele aus mehreren Sprachen gezeigt. Feedback durch die Plattform PALM zum sprachlichen Output der Nutzer/innen fördert den Spracherwerb, weil es sofort verfügbar, unmittelbar nutzbar und sofort lernwirksam ist. Dadurch werden Lernende motiviert, autonom zu lernen und Lehrkräfte in ihrer Feedbackarbeit effektiv entlastet.

HS-Prof. Mag. Dr. Claudia Mewald, PH Niederösterreich (A)

 

07 Erstellung und Evolution offener Bildungsressourcen in und mit verteilten Versionsverwaltungssystemen

OER können die Realisierung von Inverted Classroom Modellen wesentlich erleichtern. Sie ermöglichen die Anpassung der Inhalte an das jeweilige didaktische Setting und die Zielgruppe, was wiederum positiv auf die ursprünglichen Inhalte rückwirken kann. Um diese Potentiale zu heben, ist eine adäquate Werkzeugunterstützung notwendig.

Werkzeuge der verteilten Software-Entwicklung wie Git und agile Entwicklungsprozesse wie SCRUM haben das Potential für eine derartige Unterstützung. Wir stellen ein Unterstützungswerkzeug vor, das diese Werkzeuge und Prinzipien nutzt, um eine Erstellung und Verwaltung von OER auf Basis der GitLab-Plattform und der Auszeichnungssprache MarkDown zu realisieren.

DI Dr. Stefan Oppl, MBA, Donau-Universität (A)

 

08 Zum Einsatz der Eyetracking-Brille zur Sichtbarmachung von Lernprozessen

Der Einsatz der Eyetracking-Brille soll Lernprozesse von Schüler/innen oder individuelle Abläufe des Unterrichtsgeschehens sichtbar machen. Eine Bildsensortechnologie registriert die Augenbewegungen der Lehrperson oder des/der Schüler/in, berechnet mit Hilfe eines Algorithmus das Betrachtungsfeld und dokumentiert den exakten Fokus. Die Auswertung der Daten kann eine objektive Einschätzung der Selbst- und Fremdwahrnehmung initiieren und dadurch zur Professionalisierung beitragen.

Im Rahmen des Workshops werden bereits erhobene Daten in kurzen Videos gezeigt, Teilnehmer/innen können die Eyetracking-Brille selbst ausprobieren und Einsatzmöglichkeiten in der Ausbildung, im Regelunterricht und/oder im Inverted Classroom Setting diskutieren.

HS-Prof. Mag. Dr. Monika Prenner, BEd, PH Niederösterreich (A)

 

9 Augmented Reality meets MINT Flipped Classroom – Ermöglichung von Explorativem und Problembasiertem Lernen

Die Entwicklung von Augmented Reality-Anwendungen bietet neue Möglichkeiten, Lernprozesse in den naturwissenschaftlichen Fächern zu unterstützen. Dabei kann durch die Implementierung von Augmented Reality-Aktivitäten in Flipped Classroom-Szenarien wertvolle Präsenszeit für die Erforschung gewonnen werden. Somit haben Lernende genügend Zeit, um neue Phänomene im eigenen Tempo zu erkunden. Bei diesem Workshop steht das didaktische Design von Augmented Reality basierter Flipped Classroom-Einheiten im Vordergrund. Es werden dabei zwei Vorlagen für Lernprozessgestaltungen, die exploratives und problembasiertes Lernen ermöglichen sollen, vorgestellt. Die Teilnehmenden können sich im Workshop von den vorgestellten Praxisbeispielen inspirieren lassen und selbst Lernszenarien für ihren eigenen Unterricht planen.

Mag. Stefanie Schallert, Online Campus Virtuelle PH (A)

 

10 Richtiges Fallen lernen mit Hilfe von Onlinevideos und üben in der Präsenzphase

Richtiges Fallen soll gelernt sein! Da Haushaltsunfälle und Unfälle beim Sport den höchsten Anteil an Unfällen einnehmen sind umfassende Präventionsarbeit und gezielte Maßnahmen zur Unfallreduktion besonders wichtig.

Vorgestellt wird eine Studie, in der Schülerinnen und Schüler mittels Online-Videos die Fallschule (Ukemi) kennenlernen und Inhalte selbständig erlernen. Videos wurden erstellt und Online zur Verfügung gestellt. Schülerinnen und Schüler erarbeiten innerhalb von fünf Wochen die Grundtechniken der Ukemi. Dazu gehört u.a. der Fall rückwärts, die Rolle rückwärts und die Rolle vorwärts.

Daniel Fahrecker, BEd, Dipl. Oec. Christian Rudloff, BEd MBA MA, PH Wien (A)

 

11 Musikalische Kreativität in der Primarstufe – ein Beispiel für ICM gestützte Hochschuldidaktik

In diesem Beitrag wird ein Beispiel einer ICM-gestützten Hochschuldidaktik als Kooperationsprojekt zwischen Musikpädagogik und Medienpädagogik Primarstufe präsentiert.

Ausgangspunkt des Workshops sind mit Lehrenden und SchülerInnen der Primarstufe erarbeitete Kurz-Videos, die dann Studierenden und Lehrenden für Inverted Classroom Anwendungen zur Verfügung stehen sollen. In den Videos wird exemplarisch ein mögliches Ergebnis musikalisch-künstlerischen Gestaltens und Komponierens gezeigt. Grundlage dafür sind einfache Motivkompositionen. Mit Hilfe der Stairplay-Methode wird dabei auch das Verständnis für Notation verstehbar und erlebbar gemacht werden. Im Rahmen des Workshops wird das Konzept präsentiert und anschließend zur Diskussion eingeladen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Stairplay-Karten und ihre Anwendung kennenzulernen.

Mag. Dr. Hubert Gruber, Karin Tengler, MA BEd & Iris Giefing, Dipl.Päd., PH Niederösterreich (A)

 

12 ICM und Making mit dem BBC micro:bit Computational Thinking mit Wiki-Web und OER-Schulbuch im Inverted Classroom Model

Im Projekt „Denken lernen, Probleme lösen – Sek I“ des österreichischen Bildungsministeriums wurde versucht mittels eines OER-Schulbuchs zu Computational Thinking mit dem BBC micro:bit die Einführung der „Digitalen Grundbildung“ von 10-14 jährigen Schülerinnen und Schülern zu fördern und zu fordern.

Durch exploratives Herangehen bei der Lösungsfindung der Beispiele, geführt durch nach und nach aufzudeckende Informationen im Begleit-Wiki, soll die Art zu denken bei Coding, Making und Robotik – Aufgaben in Richtung „Computational Thinking“ gefördert werden.

Beispiele, die am Ende eine Erweiterung in Richtung Making aufweisen, eignen sich besonders, um nach dem ICM Modell umgesetzt bzw. adaptiert zu werden.

Legen sie gleich selbst Hand an und probieren sie ein dafür aufbereitetes Beispiel im Vorfeld im ICM Modell aus. Diskutieren sie bei der Tagung mit, wie die Live-Unterrichtsphase für sie aussehen müsste – oder setzen sie sie gleich um.

MMag. Ing. Oliver Kastner-Hauler, PH Niederösterreich (A)

 

13 Harvesting

 

14 Angewandte Improvisation meets ICM

Improvisationsmethoden bieten vielfältige Möglichkeiten für die GEstaltiung von Vorbereitungsaufgaben und Methoden in Präsenzphase. Eingesetzt werden u.a. Assoziationsmethoden mit Wort, Mimik und Gestik, sowie improvisierte Kurzszenen. Im Workshop gibt es die Möglichkeit, mit den Methoden zu experimentieren sowie sie kollaborativ einzusetzen.

Christian F. Freisleben arbeitet halbtags an der FH St. Pölten im Feld Hochschuldidaktik sowie in Lehre und Forschung. Er ist tätig als Berater, Referent, Journalist und Improvisateur in den Feldern Bildung, Gesundheit und Soziales. Er steht unmittelbar vor dem Abschluss seiner Dissertation zum Einsatz von Improvisationsmethoden offline und online im tertiären Bereich.

Mag. Christian F. Freisleben, FH St. Pölten (A)

 

15 Der Inverted Classroom: Beyond and within (Keynote)

Rebekka Schmidt & Ilka Mindt

 

16 Konkrete Handhabung und Mehrwerte von Learning Analytics

Bei diesem Beitrag wird gezeigt, wie man die Bücher vom Bildungsverlag Lemberger konkret einsetzt und dadurch den Mehrwert von Learning Analytics erfährt.

DI Klaus Hammermüller (A)

 

17 Virtual Reality – Bildung in einer neuen Dimension

Bei Virtual Reality können sich Lernende auf Reisen in computergenerierte Welten begeben und multimediale sowie sogar immersive Erfahrungen machen, die sonst entweder nicht möglich, zu teuer oder zu gefährlich wären. Live-Begegnungen mit anderen Menschen sind bei Social-VR möglich: Gemeinsam bewegt man sich durch 3D-Umgebungen, kollaboriert und kommuniziert. Die Begegnung wird als persönlicher wahrgenommen als bei Videokonferenzen in 2D.

Was bedeuten diese neuen Möglichkeiten nun für Bildung? Welche technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein? Welche Kompetenzen brauchen die Lehrenden?

Im Workshop werden wir uns Hard- und Software ansehen. Beispiele aus dem Bildungsbereich insbesondere zu Social-VR werden live demonstriert. Unterschiedliche Szenarien und Möglichkeiten der Verknüpfung mit dem Inverted Classroom werden diskutiert.

Mag. David Röthler (A)

 

18 Das Inverted Classroom Modell zum Abgleich unterschiedlicher Vorkenntnisse

Zur Umsetzung von Lehrveranstaltungen unterschiedlicher Disziplinen wird an der Fachhochschule OÖ unter anderem das didaktische Konzept des Inverted Classroom Model (ICM) eingesetzt. Im vorliegenden Beitrag wird die Weiterentwicklung des ICM an der FH OÖ gesamt sowie beispielhaft Erfahrungen bezüglich des Erfolgs des ICM-Einsatzes von Lehrveranstaltungen (LV) aus zwei Disziplinen über mehrere Jahre hinweg beschrieben. Anpassungen in der Gestaltung der LV erfolgten als Antwort auf disziplinspezifisch unterschiedliche Vorkenntnisse und heterogene Anforderungen bei den Studierenden.

Betrachtet man nun erstens den Lernerfolg und zweitens die Akzeptanz der Lehrveranstaltung, ergeben sich deutlich erkennbare Unterschiede in Abhängigkeit vom Einsatz didaktischer Szenarien und Methoden.

DI Wolfgang Ortner, Dr. Gisela Schutti-Pfeil, Dr. Gerold Wagner, FH Steyr (A)

 

19 Didaktische Flipped Classroom Muster: Chancen & Möglichkeiten für die Geisteswissenschaften

Unser Workshop geht der Frage nach, wie Flipped Classroom Konzepte in geisteswissenschaftlichen Vorlesungen eingesetzt werden können. Im Rahmen des Workshops wird beispielhaft ein didaktisches Muster zur Studierendenaktivierung durch Flipped Classroom aus der sprachwissenschaftliche Einführungsvorlesung Italienisch kurz vorgestellt und die TeilnehmerInnen erhalten die Möglichkeit, es selbst auszuprobieren.

Im zweiten Teil des Workshops können die TeilnehmerInnen eigene Ideen und Weiterentwicklungen zu didaktischen Mustern in den Geisteswissenschaften diskutieren. Das Ziel ist, das Potenzial von unterschiedlichen didaktischen Mustern auszuloten und neue Einsatzmöglichkeiten von solchen zu eruieren.

Mag. Irene Fally, BA, Christoph Winter, MSc BSc, Universität Wien (A)

 

20 Die interdisziplinäre Lehrperson: Warum Social Media Lehrer*innen interdisziplinär werden lassen.

Für heutige Jugendliche sind die bekannten Social-Media-Kanäle tägliche Wegbegleiter. YouTube, Instagram und Snapchat werden täglich konsultiert dazu. Eine frühzeitige Medienbildung erscheint zentraler denn je, sollen die Jugendlichen schließlich früh an eine kompetente Mediennutzung herangeführt werden. Wie dies im Sprachunterricht in der Sekundarstufe erfolgen kann (sowohl in der ersten als auch der zweiten lebenden Fremdsprache) soll dieser Beitrag anhand eines Beispiels aus der BookTuber-Szene nachzeichnen. Hierfür werden die Videos einer deutschsprachigen BookTuberin und eines englischsprachigen YouTubers genauer unter die Lupe genommen und in sprachlicher und szenischer Hinsicht analysiert. Der interdisziplinäre Blick lohnt sich.

MMag. Dr. Elke Höfler, Universität Graz (A)

 

21 AR/VR-Werkstatt

21 (1) Augmented Reality in Schulversuchen der E-Lehre in der Sekundarstufe I

Eine Motivation dieses Projektes ist es, die neue Technologie Augmented Reality (AR) auch in der Schule einzusetzen. Somit können z.B. die zur Darstellung von magnetischen und elektrischen Feldlinien benutzten Modelle im Realexperiment sichtbar gemacht werden.

Die Sekundarstufe I bietet in der 9. Jahrgangsstufe in Bayern zum Thema der Elektrizitätslehre viele Experimente zur Anwendung einer augmentierten Lernumgebung. Die Applikationen sollen dabei hauptsächlich die Modelle der magnetischen und elektrischen Felder sichtbar machen. Zu den geplanten Möglichkeiten zählen:

– Magnete: Sie erhalten eine räumliche Ausdehnung

– Stromdurchflossener Leiter verschiedener Geometrien: Gerader Leiter, mehrere Leiterschleifen, Spule

– Regel von Lenz

– Transformator

Für die genannten Szenarien wird mit Unity gearbeitet.

Hagen Schwanke, Dr. Thomas Trefzger, Universität Würzburg) (D)

 

21 (2) Methodenworkshop „Augmented Reality als Methode situierter KunstGeschichtsvermittlung. Ein Medium das Raum neu begreifen lässt?“

Im Workshop werden Beispiele für situierte Kunst-/Geschichtsvermittlung vorgestellt, die in Projekten mit Studierenden aus beiden Fachbereichen entwickelt wurden. Aktuelle Forschungspositionen, sowie erwartete Potentiale werden dabei aufgegriffen und vertieft. Anschließend erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Applikationen selbst zu testen und ihre Eindrücke sowie Einschätzungen auszutauschen. Zum Abschluss sollen unterschiedliche Fragen diskutiert werden: U.a. Kann der Einsatz von AR-basierten Medien das kreative Potential von Lernenden fördern? Welche Chancen ergeben sich für (historische) Narrationen? Zeichnen sich bestimmte Qualitätskriterien für AR-basierte Vermittlungen ab?

Regina Bäck, M.A., Angelika Pleyer, M.Ed., LRZ München (D)

 

22 Robotikum – Inverted Makerspace

Im Robotikum werden seit Mai 2018 nahezu wöchentlich, in jeweils drei-tägigen Schulungen, zielgruppengerecht Schulklassen (Jg. 8 bis 13) aus diversen Schultypen mit ihrem Leistungsstand entsprechenden Aufgaben im Umgang mit humanoiden Robotern. Mit einem Abschlussprojekt, das am Ende des dritten Robotikum-Tages vorgestellt wird, endet das Robotikum. Der ICM-Workshop setzt sich strukturell wie folgt zusammen:

Sabrina Zeaiter, M.A., Patrick Heinsch, M.A., Philipps-Universität Marburg (D)

 

23 Möglichkeiten von Opencast für den Inverted Classroom

Opencast ist eine, von vielen tertiären Einrichtungen getragene, OpenSource Initiative für die Aufnahme von Lehrveranstaltungen und die Bereitstellung der Videomaterialien (siehe: https://opencast.org/). Mit dem System kann der ganze Bereich von der Planung über die eigentliche Aufzeichnung, die (automatisierte) Verarbeitung und die Bereitstellung der Videos organisiert werden. Die Community bietet einige Ergänzungen des Systems an. Dazu gehören die Integration in verschiedene LMS Systeme (Moodle, Ilias, Sakai), ein erweiterter Player mit Kommentarfunktion für Videoanalysen (Annotation-Tool), die Anbindung an externe Benutzersysteme (LDAP, Shibboleth, …) und die Anbindung an Streaming-Systeme wie Wowza und YouTube.

Mag. Gerald Stachl, Johann Trimmel, BEd, PH Niederösterreich (A)

 

24 Visual Scrollytelling – Das Inverted Classroom Modell in gestalterischen Studiengängen

KommunikationsdesignerInnen entwickeln medial umfassende Strategien, welche u.a. die Positionierung einer Marke oder eines Unternehmens im breit gefächerten analog-digitalen Umfeld ermöglichen. Neben gestalterischen Kompetenzen wird hierfür zunehmend auch technisches Hintergrundwissen vorausgesetzt. Die Vermittlung entsprechender Kompetenzen in gestalterischen Studiengängen setzt ein anwendungsorientiertes Lehrkonzept voraus, welches die Reflektion unterstützt und eine individuelle Betreuung ermöglicht. Basierend auf diesen Überlegungen wurde eine Blended-Learning-Strategie unter Nutzung des Inverted-Classroom-Modells und dem Prinzip des scrollbasierten Storytellings umgesetzt und evaluiert.

Christin Heinze, Folkwang Universität der Künste (D)

 

25 Die ResearchLAB-Page im Masterstudium an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

Der Einsatz des Inverted Classroom Models (ICM) im Bereich Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens in Masterstudiengängen an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich.

Durch die Tatsache bedingt, dass Masterstudierende an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich mit sehr unterschiedlichem Vorwissen zum wissenschaftlichen Schreiben ihr Studium beginnen, wurde zu Beginn jedes Masterstudiums ein Grundlagenkolleg installiert, das alle Studierende absolvieren müssen. Um dieser heterogenen Gruppe gerecht werden zu können, wird versucht sich dem Inverted Classroom Model zu bedienen. Dabei werden die Lerninhalte den Studierenden in Form eines umfassenden E-Portfolios, ResearchLAB-Page genannt, zur Verfügung gestellt, worin sich unter anderem neben Lernvideos auch Dokumente zum eigenständigen Studium befinden. Diese Lerninhalte stellen die Grundlage für das Verfassen von Seminararbeiten, Literaturarbeiten, Reflexionen und auch in weiterer Konsequenz für Exposés und Masterarbeiten dar und können ohne örtliche oder zeitliche Bindung bzw. in einem individuellen Lerntempo konsumiert werden.

Peter Groißböck, MSc MA BEd, PH Niederösterreich (A)

 

26 #digiteach – Vermittlung digitaler Kompetenzen an Lehramtsstudierende

Wie lassen sich digitale Kompetenzen an Lehramtsstudierende vermitteln? Der Kurs #digiteach an der Universität Salzburg zeigt, wie dies gelingen kann. Studierende befassen sich mit Grundlagen und Gesetzen und lernen Konzepte wie Flipped Classroom, Mobile Learning, 21st Century Skills und Augmented Reality kennen. Durch den Besuch von e-lectures, dem Austausch mit e-learning ExpertInnen bei Gastvorträgen und dem Networking auf Twitter, wird den Studierenden das Handwerkszeug für autonome Professionalisierung mit auf den Weg gegeben. Dadurch ist es gelungen, die Studierenden mit den notwendigen Fähigkeiten auszustatten, um den Anforderungen eines modernen Unterrichts gelassen zu begegnen.

Mag. Julia Weißenböck, MSc, BA, Universität Salzburg (A)

 

27 Augmented Reality in der Hochschullehre: Markerbasierte Skripte, Poster und mehr erstellen

In einem 45-minütigen Workshop sollen die Teilnehmenden ein Arbeitsblatt mit Zusatzinhalten in Form von Augmented Reality (Videos, Animationen, weiterführende Links etc.) erstellen. Gearbeitet werden soll mit der einsteigerfreundlichen Software Zappar.

Mit dieser Software können Printmaterialien, z.B. ein Blatt Papier, eine Postkarte oder ein Poster, mit Hilfe von Markern erweitert werden.

Im Workshop soll es darum gehen, die Software kennenzulernen und erste eigene Materialien zu erstellen sowie Lehr-/Lernszenarien zu entwickeln und zu diskutieren.

Kathrin Braungardt, M.A., M.A., Ruhr-Universität Bochum (D)

 

28 Didaktik und humanoide Roboter bei inverted Classrooms – Pepper im Einsatz bei der FHGR

Der humanoide Roboter Pepper wurde bei der FHGR testweise im Unterricht eingesetzt. Pepper führt formale Lernkontrollen durch und beantwortet einfache Wissensfragen. Er unterstützt dabei, das „inverted classroom“-Konzept umzusetzen.

Pepper wird über seine Erfahrungen und Zusammenarbeit mit der Dozentin berichten und insbesondere folgende Fragen beantworten:

Dr. Alexandra Weissgerber, Judith Hüther, FHGR (CH)

 

29 Inverted Classrooms zur Förderung von forschungs- und praxisbezogenen Kompetenzen in der Lehrer*innenbildung

Im Lehramtsstudium steht der Erwerb von praxis- und forschungsbezogenen Kompetenzen im Vordergrund. Inverted Classroom Modelle können durch die Integration von digitalen Lernelementen als Raum dafür dienen, diese Kompetenzen wechselseitig aufeinander bezogen (weiter) zu entwickeln. Im Fokus dieses Beitrags stehen zwei Lehrprojekte, in denen unterschiedliche ICM in der Lehramtsausbildung implementiert werden. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kompetenzförderung auf der Basis von digitalen Lerneinheiten, begleitet durch E-Assessment und -Feedback sowie interaktiven Präsenzphasen optimiert und mit standardisierten Instrumenten evaluiert werden kann.

Dr. Ariane S. Willems, Katharina Dreiling, M.Ed., Karina Meyer, M.Ed. & Dr. Angelika Thielsch, Uni Göttingen (D)

 

30 Die Akzeptanz von Augmented und Virtual Reality als Bildungstechnologie: Welche Rolle spielt das Alter – eine Vergleichsstudie

Im Rahmen eines „Hacking Education“ werden die Ergebnisse der Forschungsarbeiten zur Technologieakzeptanz bezogen auf AR und VR vorgestellt und zugleich können die Teilnehmenden selber AR- und VR-Erfahrungen machen. Methodisch wird dabei auf einen Stationenbetrieb zurückgegriffen, der den Teilnehmenden das selbstgesteuerte Aufsuchen und Interagieren mit den von uns zur Verfügung gestellten Materialien erlaubt.

Im Anschluss werden die didaktischen Potentiale, Gelingensbedingungen, Einschränkungen und/oder auch Ängste im Plenum diskutiert.

Mag. Josef Buchner, Universität Duisburg-Essen) (D), Mag. Julia Weißenböck, Universität Salzburg, (A), Martin Hofmann, PH St. Gallen (CH)

 

31 Knowledge Café

31 (1) SDGs goes digital – Digitale Inhalte in Lehrveranstaltungen zu Umweltbildung und Sustainable Development Goals verfügbar, diskutierbar machen

Im Beitrag werden konkrete Methoden aus dem Digital Literacy ausprobiert werden, wie eine Umsetzung der SDGs und der Vermittlung derselben im Bildungskontext genutzt werden können. Digital Literacy bietet auf Grund der Vielfalt der Definitionen und des methodischen Zugangs die Möglichkeit für die Auseinandersetzung mit den SDGs beispielsweise von Studierenden der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik. Im Rahmen des geplanten Beitrags werden auch die Potentiale des Zugangs zum Thema durch Knowledge aus digital Literacy debattiert und ein Rahmen zur kritischen Reflexion der Methoden geöffnet.

HS-Prof. Dr. Angela Forstner-Ebhart, Hochschule für Umwelt- und Agrarpädagogik (A), Susanne Aichinger, MA, Hochschule für Umwelt- und Agrarpädagogik (A), DI Elke Szalai, MA, Planung & Vielfalt (A)

 

31 (2) SmileJ – Studierende als Multiplikatoren für innovative und digitale Lehre

„smile“ steht für „Studierende als Multiplikatoren für innovative und digitale Lehre“ und ist einerseits ein innovatives Lehrkonzept und gleichzeitig ein Organisationsentwicklungs-Instrument, das zur Entwicklung einer innovativen und digitalen Lehr/Lern-Kultur in Hochschulen beitragen soll. Der Ansatz hat den Landeslehrpreis Baden-Württemberg für die DHBW erhalten. Zur Lehrqualitätsverbesserung wird ein zyklisches Phasenmodell realisiert, das aus den nachfolgenden Phasen besteht: 1 Bewerbung, 2 Qualifizierung, 3 Entwicklung, 4 Durchführung, 5 Evaluation. Didaktisch wird sowohl in der Qualifizierungsphase für Studierenden als auch in Phase 3 als Vorschlag für das Inverted-Classroom-Modell (ICM) favorisiert, da das Modell vorsieht, das eher rezipierende Lernen im Selbststudium zu verorten und durch E-Learning-Methoden zu unterstützen.

Christina Ohngemach, Duale Hochschule Baden-Württemberg (D)

 

31 (3) Case Study: Flipped Classroom in einer ingenieurwissenschaftlichen Massenveranstaltung

In diesem Beitrag werden die ersten Erkenntnisse in der Implementation des ICM beschrieben und präsentiert, sowie mögliche Richtlinien für eine geeignete LV-Planung gegeben.

Die Ergebnisse der Evaluierungen werden vom Lehrenden und der Leiterin des Instructional-Design-Teams im Rahmen des Knowledge-Cafés vorgestellt. Anschließend möchten wir mit den Teilnehmer*innen in einen Erfahrungsaustausch treten und über mögliche Verbesserungen des LV-Konzepts diskutieren.

Mag. Michael Fuchs, Mag. Maria Haas, TU Graz (A)

 

32 Sprachassistenten in der FachhochschullehreHow To, Diskussion und Ausblick

Sprachassistenten sind längst in aller Munde, doch noch immer bestehen vor allem im deutschsprachigen Raum Ängste, Mythen und mangelndes Know-How wie auch fehlende Erfahrung, wie diese Tools in der Hochschullehre eingesetzt werden können. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Wegweisende Technologie, spannende Innovation und Experimentierfreude treffen auf Datenschutzbedenken, Großkonzernmonopole und andere Restriktionen. Wie also mit diesem interdisziplinären, kontroversen Thema bestmöglich umgehen? Die Auseinandersetzung fällt nicht leicht, doch ignorieren ist auch keine Lösung.

Dieser Workshop zielt darauf ab, eine tiefergreifende wie auch mehr „hands-on“ Auseinandersetzung mit der Materie zu ermöglichen:

Die Workshop-TeilnehmerInnen sollen didaktische, technische und ethische Fragen bezüglich Sprachassistenten in der Hochschullehre besser beurteilen können sowie fundierte Entscheidungen auf Basis von „first-hand experience“ und kritischem Austausch treffen können.

MMag. Anna Weninger, FH Wien der WKW (A)

 

33 Mehr beyond als inverted – Der Kurs „Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen“

Ein (Brett)Spiel. Die Figuren wandern über 69 Spielfelder von der Geburt zum PhD. Jedes Feld ist eine konkrete Lebenssituation. Die Teilnehmerinnen haben den Auftrag, eine davon zu definieren und ihren Einfluss auf die zukünftigen Lernmöglichkeiten einer Spielfigur vorherzusagen. Die Grundlagen der Analyse sind subjektive Theorien, die danach anhand wissenschaftlicher Literatur verifiziert und ggf. modifiziert werden. Die daraus resultierenden Papers umfassen Situationsbeschreibung, Hypothesen, theoretische Erklärung der und empirische Belege für die vermuteten Wirkungen. Sie bilden den Inhalt des Spiels. Jeglicher Content kommt von den Studierenden. Der Lehrende liefert den Rahmen, die Aufgabenstellung und Feedback zu jedem Entwicklungsschritt der Papers, die auch von zwei Peers begutachtet werden.“

Dr. Gottfried S. Csanyi, TU Wien (A)

 

34 Die Vorentlastung von Schülerexperimenten im Flipped Classroom

Zur Förderung der experimentellen Kompetenz sind Lernumgebungen (z.B. Schülerexperimente) notwendig, in denen die Schülerinnen und Schüler (SuS) eigene praktische Erfahrungen sammeln können. Erfolgreiches Experimentieren ist jedoch nicht nur von der Rahmung, sondern auch von der Einbettung in den Unterricht abhängig. Flipped Classroom bietet die Möglichkeit, den Unterricht umzustrukturieren, indem in schülergerecht aufbereiteten Lernvideos ausgewählte Inhalte zeitlich vor den Unterricht gesetzt werden. Auf diese Weise können sich die SuS vor der Durchführung des Experiments in ihrem individuellen Tempo mit den physikalischen Grundlagen, Materialien, Geräten und dem experimentellen Vorgehen vertraut machen. Im Unterricht selbst bleibt so mehr Zeit zum Experimentieren und Auswerten.

StRWolfgang Lutz, Thomas Trefzger, Universität Würzburg (D)

 

35 Aufgabenorientierte Curricula im Inverted Classroom Format für Ingenieurwissenschaften entwickeln

Aufgabenorientierte Curricula als Basis kompetenzorientierter Lehre wird am Beispiel des interdisziplinären Fachbereiches der Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Magdeburg-Stendal dargestellt. Wie mit einem einfachen, strukturierten Vorgehen die Lehre nicht nur kompetenzorientiert, sondern auch im Inverted Classroom Konzept angeboten werden kann, soll am Beispiel des Seminars „Führung“ dargestellt werden. Weiterhin werden Potenziale aufgezeigt, wie durch interdisziplinäre Projektarbeit und ICM Synergien in den Lehr- und Lernsettings verschiedener Seminare gestaltet und vor allem auch zusammengeführt werden können.

Dr. Ines Tetzlaff, Prof. Dr. Ing. Christian-Toralf Weber, Universität Magdeburg (D)