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#icmbeyond21 – Virtual Enhanced Inverted Classroom

23. Dezember 2020 icmbeyond21

Prof. Dr. Christoph Schärtl (SRH Hochschule Heidelberg) bringt sich mit einem spannenden Entwicklungsansatz bei der Konferenz Inverted Classroom and Beyond 2021 ein. Dazu hat er auch einen Beitrag bereits publiziert (Schärtl, C. (2020). Notwendigkeit einer digitalen Transformation des Rechtsunterrichts – Virtual Enhanced Inverted Classroom (VEIC) und Constructive Alignment 4.0 als Lehren aus der COVID-19 Pandemie. ZDRW 4/2020, DOI: 10.5771/2196-7261-2020-4-280). Weiters hat er auch ein Erklärvideo erstellt.

Noch ein Videogespräch, dass wir im Vorfeld geführt haben:

„Kernthese meines Beitrags ist, dass sich gerade Inverted-Classroom-Formate besonders gut eignen, um  auch während Corona-Zeiten bestmögliche Lernerfolge zu gewährleisten. Idealiter sollte der Unterricht  dabei in drei Lehr-/Lernphasen mit jeweils unterschiedlicher didaktischer Funktion unterteilt werden (sog.  „Enhanced Inverted Classroom“-Modell im Gegensatz zum klassisch zweistufigen Inverted Classroom Format):

Besonderes didaktisches Augenmerk verdienen in rein digitalen Settings die unmittelbaren Kontaktzeiten  mit dem Dozenten („Live-Sessions“): Deren tradierte Stärken sind – neben dem Einsatz aktivierender  Lehr-/Lernmethoden und ihrem Fokus auf Methodik und Kompetenzanwendung – die für Live-Formate  typische spontane Interaktion mit unmittelbarem, auf die individuellen Lernbedürfnisse abgestimmtem Feedback sowie die mannigfaltigen non-verbalen, informellen Kontakte zwischen Lehren und Lernenden,  aber auch innerhalb der jeweiligen Peer-Group. Letztere ermöglichen nicht nur ein Modelllernen im Sinne  des Cognitive Apprenticeship-Konzepts, sondern eröffnen zugleich einen „sozialen Lernraum“ (social  learning space). Dieser sorgt einerseits für eine Rhythmisierung des Alltags und damit eine – schon aufgrund des neurobiologischen Priming-Effekts wichtige – Lernfokussierung. Andererseits trägt er dem  menschlichen Grundbedürfnis nach sozialer Interaktion (Mensch als „zoon politikon“ [ζῷον πολιτικόν]) Rechnung und leistet damit gerade für Studierende / Schüler eine wichtige gesellschaftliche Integrationsfunktion, deren Fehlen während der Corona-Krise zum häufig beklagten „social distancing“ führte. 

Das von mir entwickelte Konzept des „Virtual Enhanced Inverted Classroom“ (VEIC) greift diese Überlegungen auf und gibt Ideen für eine didaktisch sinnvolle, methodisch aufgearbeitete Ausgestaltung digitaler Live-Sessions in der Unterrichtspraxis. Gleichzeitig erweitert es die Idee des Constructive Alignments,  indem es die Lernumgebung und damit die soziale Dimension des Lernens in den Blick nimmt und die  Auswahl der Lehr- / Lernformate danach ausrichten („Constructive Alignment 4.0“):

Ziel ist, in der gemeinsamen Diskussion weitere geeignete Methoden  und Lehr- / Lerninstrumente zu identifizieren, welche auch im digitalen Lernraum die notwendigen sozialen Interaktionen eröffnen und die Kontaktphase des (Enhanced) Inverted Classroom zu einem „Digital  Social Learning Space“ erweitern. Idealiter könnte sich hieraus am Tag 2 ein interdisziplinäres, interinstitutionelles Forschungsprojekt entwickelt. Mein persönliches Ziel wäre hierbei – neben einer kritischen  Reflektion und Weiterentwicklung meines Modells und einem interkollegialen Erfahrungsaustausch – insbesondere auch dessen praktische Evaluierung in unterschiedlichsten Lehr- / Lernkontexten, um zukünftige didaktische Forschungen hierzu auf eine breitere Datenbasis zu stellen.“

 

RA Prof. Dr. jur. habil. Christoph Schärtl (LL.M.)
Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Handels- und Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht, IPR, Deutsches und Internationales Zivilverfahrensrecht
Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften / School of Social and Legal Sciences

SRH Hochschule Heidelberg

#icmbeyond21 – Onboarding für Neustudierende im Corona-Jahr 2020

22. Dezember 2020 icmbeyond21

Prof. Dr. Katja Wengler (DHBW Karlsruhe (D)), Judith Hüther & Linda Lichel  (Fachhochschule Graubünden (CH)), bringen bei der Konferenz Inverted Classroom and Beyond 2021 einen höchstspannenden Beitrag in Form eines Workshop ein. Dazu zunächst dieses Video:

 

Die wesentlichen Faktoren beim Lernen wie Feedback, soziale Eingebundenheit, Motivation und  Kommunikation, lassen sich nur unterschiedlich leicht in den virtuellen Online-Modus übertragen.  Insbesondere für Neustudierende an Präsenzhochschulen spielt die persönliche, direkte  Kommunikation, Kennenlernen und sozialer Austausch eine zentrale Rolle für das Commitment und  Start in ein Studium.  

« Das Campusleben wird durch die Digitalisierung jedoch nicht ersetzt.» Das bestätigt auch die  aktuelle Studie des Stifterverbands in Zusammenarbeit mit McKinsey & Company, Inc..  «Studierende honorieren zwar die Reaktionsschnelligkeit der Hochschulen; gleichzeitig sinkt die  Zufriedenheit mit der Lernerfahrung im Vergleich zum Wintersemester (85 Prozent) im  Sommersemester jedoch auf einen Anteil von 51 Prozent. Gründe dafür finden sich unter anderem  im mangelnden Sozialleben unter Studierenden, in Motivations- und Konzentrationsproblemen beim  Lernen zuhause sowie in unzureichenden Austauschmöglichkeiten mit Lehrenden.» 

Im Distance Learning Modus an der DHBW sowie FHGR wurden im Sommer 2020 systematische  Ansätze verfolgt, um das sogenannte Onboarding für Studierende im Online-Modus zu unterstützen.  

Ziele der Aktivitäten und spielerischen Aufgaben waren die Stärkung des Wir-Gefühls, Teambuilding,  Feedback-Kultur zu erleben und Motivation für das Studium herzustellen bzw. aufrecht zu erhalten. Damit einher gehen spielerische Elemente wie spontane Challenges, Verlosungen oder einer  gemeinsamen Playlist. Weitere Kreativaufgaben, Quizzes oder gemeinsame virtuelle ‘Business  Lunches’ ergänzen das Spektrum.  

Das Ankommen im digitalen Raum funktioniert am besten, wenn es körperlich, geistig, sozial und  emotional passiert. Hier ein kleines Beispiel: „Holen Sie einen Gegenstand, der Sie ausmacht?“ (1  min) – dieser wird dann in die Kamera gehalten und in einem Satz erklärt (z.B. alle halten den  Gegenstand gleichzeitig in die Kamera und einzelne Studierende werden gefragt (ca. 4 min) nach der  Pause oder während der Vorlesung kommen weitere dran usw.). 

Körperlich – Studierende holen etwas und setzen sich bewusst wieder an den Computer – Geistig – sie müssen sich überlegen, welchen Gegenstand sie holen und was sie zu dem  Gegenstand sagen möchten 

Sozial – Sie und die Studierenden lernen sich näher kennen und bauen eine emotionale  Bindung auf 

Emotional – Es gibt etwas zu lachen, ich höre etwas Interessantes etc. 

Die hauptsächlich genutzten Werkzeuge für diese Massnahmen, waren neben den  Videoconferencing-Systemen noch Slack, Mural-/ BBB-/ conceptboard- Whiteboards sowie die  Lernplattform Moodle eingebunden.

Der Workshop bietet intensiv die Gelegenheit, diese Methoden zur Stärkung des Gruppengefühls und  der Semestergemeinschaft zu erproben und selbst zu erleben. Im Anschluss werden die Eindrücke  aus der Gruppe gesammelt und diskutiert. Die Referentinnen werden zum Schluss ihre Empfehlungen  für Dos und Don’ts mit der Gruppe teilen. Dieser Workshop ist für alle Kolleginnen und Kollegen  interessant, die Anregungen für die Interaktion mit Studierenden im virtuellen Setting suchen.

#icmbeyond21 – Kinder und Jugendliche als Digital natives?

21. Dezember 2020 icmbeyond21

Sabrina Zeaiter M . A, und Patrick Heinisch (Philipps Universität Marburg) bringen sich bei der Konferenz Inverted Classroom and Beyond 2021 zur spannenden Frage ein, ob Kinder und Jugendliche tatsächlich „automatisch“ Digital Natives sind. Dazu zunächst dieses Videogespräch

„Die im Titel gestellte Frage möchte ich gerne ganz provokant mit NEIN beantworten. Etwas  differenzierter betrachtet, müsste man sich zuerst die Frage stellen, was wir eigentlich unter  dem Begriff Digital Natives verstehen, also was ist der semantische Bedeutungsrahmen, den  wir zugrunde legen? Darüber hinaus muss man heutzutage auch zwischen der Bedienung 

verschiedener digitaler Endgeräte unterscheiden. Macht es einen bereits zu einem Digital  Native, wenn man sein Smartphone oder Tablet alltagstauglich bedienen kann oder gehört  dazu schon mehr? Welche (basis) Kompetenzen benötigt man für eine Digital Fluency? 

Am Beispiel des mediendidaktischen Workshop-Angebots Robotikum für Schülerinnen und  Schüler (SuS) soll dieses Problemfeld näher betrachtet werden. Dieser Kurs setzt  Basiskompetenzen im Umgang mit dem Computer voraus, die viele der heutigen SuS leider  nicht oder nur ungenügend aufweisen, basierend auf den dreijährigen Erfahrungen aus mehr  als 30 Robotika mit nahezu 500 Teilnehmenden. Der Beitrag wird den IST-Stand aus unserer 

Workshop-Erfahrung mit SuS von Klasse 5 bis 13 vorstellen und darlegen, wie dieser  festgestellte Kompetenzmangel im Kurs adressiert wird und welchen Beitrag das Robotikum  leisten kann, um den Kompetenzrahmen der Teilnehmenden zu erweitern. 

Beim Robotikum handelt es sich um einen Workshop, der SuS in den MINT-Bereich mittels  einer niederschwelligen visuellen Blockprogrammierung und humanoiden Robotern des Typs  NAO (Softbanks Robotics) einführt. Die Zielgruppe beschränkt sich nicht nur auf SuS mit  einem intrinsischen Interesse an Technik und Informatik, sondern ist breit gefächert, setzt  keine Vorkenntnisse im Programmieren voraus und zielt insbesondere auf Mädchen sowie 

SuS, die den MINT-Sektor noch nicht als Interessensgebiet entdeckt haben.  

Der vorgeschlagene Beitrag ist für den DiskQSpace angedacht setzt sich strukturell wie folgt  zusammen: 

2 minütige Beschreibung der Problemlage und des Lösungsansatzes  Kollaborative Diskussion zur Begriffsdimension und anderen Lösungsansätzen 

Literatur:

Zeaiter (2020) RoboPraX – MINT-Förderung in Schulen, IN S. Zeaiter & J. Handke (Hrsg.)  Inverted Classroom – Past, Present & Future, Kompetenzorientiertes Lehren und Lernen im  21. Jahrhundert, Baden-Baden: Tectum Verlag, S. 51-66. DOI: 10.5771/9783828874510-51.

#icmbeyond21 – Wissen, Interesse & Lernmotivation von Lehramtsstudierenden im ICM

18. Dezember 2020 icmbeyond21

Wie entwickeln sich unterrichtsbezogenes Wissen, themenspezifisches Interesse und die Lernmotivation von Lehramtsstudierenden in (e-)Inverted Classrooms – mit diesem Titel bringt sich ein tolles Team bei der Konferenz Inverted Classeroom and Beyond 2021 ein:

Prof. Dr. Ariane S. Willems & Katharina Dreiling M.Ed. von der Georg-August-Universität Göttingen, Institut für Erziehungswissenschaft, Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung mit dem Schwerpunkt Schul- und Unterrichtsforschung sowie Angelika Thielsch, Georg-August-Universität Göttingen, Hochschuldidaktik. Dazu zunächst das folgende Video:

 

Zukünftige Lehrkräfte sollen in der universitären Ausbildung praxis- und forschungsbezogene Kompetenzen erwerben und lernen, diese im Sinne einer evidenzbasierten Schul- und Unterrichtsentwicklung wechselseitig aufeinander zu beziehen (KMK, 2019; Hartmann, Decristan & Klieme, 2016). Mit unserem Beitrag sollen das hieran ausgerichtete hochschuldidaktische Konzept sowie erste Befunde der wissenschaftlichen Begleitforschung des Projektes ‚Flip-ViU – Entwicklung eines Flipped Classroom zur Weiterentwicklung der videobasierten Unterrichtsreflexionskompetenz von Lehramtsstudierenden‘ vorgestellt und diskutiert werden. 

Im Rahmen des Projektes wurde ein ICM entwickelt, in dem Studierende Methoden der standardisierten Unterrichtsbeobachtung, -analyse und -reflexion erlernen (Handke, 2017; Willems, Dreiling, Meyer & Thielsch, 2020; Spannagel & Freisleben-Teutscher, 2016). Das Modell wird seit dem SoSe 2019 im Format eines Blockseminars implementiert und besteht aus mehreren Zyklen, in denen sich Phasen (i) der digitalen, asynchronen und selbstgesteuerten Inhaltsaneignung, (ii) der interaktiven, gemeinsamen, d.h. synchronen Vertiefung in Präsenz sowie (iii) dazwischengeschaltete, asynchrone, digital gestützte Übungs- und Assessmentphasen abwechseln. Für das coronabedingte vollständig digitale Wintersemester 19/20 wurde dieses Modell zu einem „e-ICM“ weiterentwickelt. In diesem werden die synchronen, interaktiven gemeinsamen Vertiefungsphasen in Präsenz als synchrone virtuelle e-Präsenzsitzungen angeboten. Diese werden wiederum dem klassischen ICM-Ansatz folgend durch die bereits bestehenden digital gestützten Selbstlernphasen sowie die digital gestützten Übungs- und Assessmentphasen flankiert.        

Der Beitrag knüpft an unseren Vortrag aus der ICM-Konferenz 2020 an (siehe diese Unterlagen). Zunächst werden die beiden didaktischen Varianten (ICM vs. e-ICM) vorgestellt. Daran anknüpfend werden erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung des Projektes FlipViU präsentiert, in deren Rahmen wir die Wirksamkeit des ICM auf die Entwicklung motivationaler, affektiver und kognitiver Merkmale von N = 207 Studierenden in einem quasi-experimentellem Prä-Post-Kontrollgruppendesign untersucht haben. Eigens für das Projekt wurden dazu standardisierte Fragebögen und Wissenstest für Studierende entwickelt und zu drei Messzeitpunkten (vor Beginn des Seminars, während des Seminars und unmittelbar nach Beendigung des Seminars) eingesetzt. Die erhobenen Daten erlauben auf Grund der inhaltlichen und formalen Standardisierung der Lehrveranstaltungen nicht nur einen Vergleich zwischen ICM und Kontrollgruppe, die die identischen Inhalte in einem klassischen Blockseminar vermittelt bekommen, sondern auch einen ersten Vergleich zwischen den beiden didaktischen Varianten des ICM (ICM vs. e-ICM).     

 

Handke, J. (2017). Gelingensbedingungen für den Inverted Classroom. In S. Zeaiter & J. Handke (Eds.). Inverted Classroom – The Next Stage. Konferenzband zur 6. ICM Fachtagung in Marburg 2017 (pp.1-13). Baden-Baden: Tectum. 

Hartmann, U., Decristan, J., & Klieme, E. (2016). Unterricht als Feld evidenzbasierter Bildungspraxis?: Herausforderungen und Potenziale für einen wechselseitigen Austausch von Wissenschaft und Schulpraxis. ZfE, 19(1), 179–199.

KMK (2019). Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften. Berlin: KMK. 

Spannagel, C., & Freisleben-Teutscher, C. F. (2016). Inverted classroom meets Kompetenzorientierung. In C. Freisleben-Teutscher, J. Haag, J. Weißenböck & W. Gruber (Eds.). Kompetenzorientiertes Lehren und Prüfen (pp. 59-69). Brunn: ikon.

Willems, A.S., Dreiling, K., Meyer, K. & Thielsch, A. (2020). Inverted Classrooms zur Förderung von forschungs- und praxisbezogenen Kompetenzen in der Lehrer*innenbildung. In G. Brandhofer, J. Buchner, C. Freisleben-Teutscher & K. Tengler (Eds.). Tagungsband zur Tagung Inverted Classroom and beyond 2020 (pp. 274-294). Norderstedt: Books on Demand.

#icmbeyond21 – Interaktive Videos mit Edupuzzle

15. Dezember 2020 icmbeyond21

Sonja Thalmann (ACP) bringt sich bei der Konferenz Inverted Classroom and Beyond, 23. & 24. 2. 21 online (Host FH St. Pölten) mit einem Workshop ein. Dazu zunächst dieses Videogespräch:

 

Im Rahmen der Corona-Schulschließungen haben sich viele PädagogInnen erstmals mit  dem Modell Flipped Classroom beschäftigt und den Lernenden Videos zur Erarbeitung  neuer Unterrichtsinhalte zur Verfügung gestellt. Oft fehlten aber passende  Aufgabenstellungen dazu und es fiel Lehrenden schwer zu überprüfen, ob die Vorbereitung  für die synchronen Unterrichtsphasen wirklich erfolgte bzw. ob Inhalte auch verstanden  wurden. 

In diesem Workshop wird das Tool „Edpuzzle“ vorgestellt, mit dem Videos auf einfache  Weise interaktiv gestaltet und die Antworten der Lernenden eingesehen werden können. Im  Rahmen des Workshops erstellen die TeilnehmerInnen auf Basis eines bestehenden  Youtube-Videos zu einem aktuellen Unterrichtsthema ihr eigenes, interaktives Lernvideo.  Geliefert werden außerdem Tipps zu Apps bzw. Online-Plattformen, mit denen sie selbst  Lernvideos erstellen können.

Den TeilnehmerInnen dieses Flipped-Workshops wird vorab ein interaktives Edpuzzle Lernvideo mit folgenden Inhalten zur Verfügung gestellt: 

Welchen Mehrwert bietet Flipped Classroom für meinen Unterricht und welche Elemente  brauche ich dafür? 

Wie muss die Vorbereitungsphase gestaltet werden, damit sie gut auf die Präsenzphase  vorbereitet? 

Damit wird der theoretische Input für den Workshop vorweggenommen. Zusätzlich erleben  die TeilnehmerInnen gleich die Perspektive der Lernenden, indem sie ein mit Edpuzzle  erstelltes, interaktives Video bearbeiten.

#icmbeyond21: Keynote – Der inverted classroom: beyond and within

14. Dezember 2020 icmbeyond21

Aus der heutigen Perspektive war der Sturm rund um den Termin der Konferenz Inverted Classroom and Beyond 2020 in Baden eine „Kleinigkeit“… Gleichzeitig hat er dazu geführt, dass Rebekka Schmid und Ilka Mindt ihre Keynote nicht halten konnten. Umso erfreulicher, dass es 2021 klappen wird und uns ein inspiriernder Einstieg in die Konferenz erwartet.

Dazu zunächst dieses Video:

Der inverted classroom findet in vielen unterschiedlichen Szenarien und Ausprägungen statt und wird mittlerweile in verschiedenen Fächern angewendet. Der Vortrag wird methodisch ein interaktiveres Format verfolgen, bei dem zum einen die Inhalte durch das Publikum mitbestimmt und zum anderen auch aufgrund der vorhandenen Expertise miterarbeitet werden.

Ziel ist es dabei u.a. über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu allgemeinen Prinzipien zu gelangen und Möglichkeiten aufzuzeigen, die dem inverted classroom inhärent sind. So wird nicht nur weiter gedacht (beyond), sondern auch innegehalten, eine übergeordnete Perspektive eingenommen und erarbeitet, wie der inverted classroom aus sich heraus (within) wirksam werden kann.

Die genauen Inhalte werden während des Vortrags vom Publikum gewählt und zunächst ausgehend von zwei Fächern – der Kunstdidaktik und der englischen Sprachwissenschaft – erörtert. Ziel ist es jedoch, auch im Vortrag ein Stück weit das Prinzip des inverted classroom lebendig werden zu lassen, die Ausführungen durch Erfahrungen aus dem Publikum zu erweitern, zu vertiefen und gemeinsam etwas Weiterführendes zu erarbeiten.

Rebekka Schmidt ist Professorin für Kunstdidaktik mit besonderer Berücksichtigung von Inklusion an der Universität Paderborn. Zuvor war sie an der TU Chemnitz, der Universität Bamberg und als Lehrerin tätig. In ihrer Lehre setzt sie seit mehreren Jahren auf inverted classroom, gibt Fortbildungen hierzu und beschäftigt sich auch wissenschaftlich in Vorträgen und Publikationen mit dem Konzept. 2017 gewann sie das „Fellowship für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ mit einer Lehr-Lernmethode in der inverted classroom mit dem Einsatz von Tablets kombiniert wird. Seit dieser Zeit forscht sie zu den Auswirkungen des inverted classroom und zur Verbesserung der Lehre.

Ilka Mindt arbeitet seit Beginn ihrer Forschungen mit digitalen Werkzeugen im Rahmen der englischen Korpuslinguistik sowie der Analyse der gesprochenen englischen Sprache. Neben detaillierter Kenntnis von qualitativen und quantitativen digitalen Verfahren verwendet sie seit vielen Jahren gezielt digitale Medien in der Lehre. Die intensive Nutzung von Learning Management Systemen, die Erstellung von Lehr-/Lernmaterialien für heterogene Studierendengruppen (gefördert durch ein Fellowship für digitale Lehrinnovationen des Stifterverbandes und des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2018) sowie die konsequente Implementierung von digitalen Formaten in Bild, Schrift und Ton in der Lehre sind ihr ein zentrales Anliegen. Ilka Mindt hat die Professur für englische Sprachwissenschaft an der Universität Paderborn inne. Zuvor war sie als Professorin an der Universität Potsdam tätig. Forschungs- und Lehrerfahrungen sammelte sie an den Universitäten Würzburg, Hannover, Lancaster und Innsbruck.